Erste Hilfe in Notfällen

Das Wetter war kalt und regnerisch und trotzdem versicherten die 11 Teilnehmer, dass es sehr lehrreich war und sogar viel Spaß gemacht hat. Dies lag neben den gut gelaunten Reiterinnen am einzigen Mann des Ausbildungstages: Martin Kärger vom Roten Kreuz Memmingen, der den Erste Hilfe – Kurs souverän geleitet hat.

Nichts für zarte Mädchen: EH – Kurs unter verschärften Bedingungen

Der Kurs umfasste wie üblich 9 Unterrichtseinheiten und fand letzten Samstag im Reitstall Epple statt. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung wurde festgelegt, dass die Kursgebühr vom Verein übernommen wird. Somit haben wir nun zumindest 11 qualifizierte Ersthelfer im Stall, denen wir für die Teilnahme recht herzlich danken. Gleichzeitig hoffen wir, dass sie ihr Können nicht zu oft unter Beweis stellen müssen.

Lagerungstechniken in der Longierhalle
Stabile Seitenlagerung in wärmender Rettungsdecke
Anlegen von Verbänden und Beachtung der Handhygiene
Helmabnahme bei einer Motorradfahrerin
Svenni hat die Reanimationspuppe Little Anne ins Herz geschlossen
Jeder hat mit Little Anne Bekanntschaft gemacht und kennt den richtigen Rhythmus (30:2)
……. und Spaß hat’s auch noch gemacht !!!

Unser Dank gilt nochmals Martin Kärger vom BRK, den unsere Reiterinnen als fachkundig, kompetent, freundlich und sympathisch beschrieben haben. Soviel Lob bekommt ein Mann sehr selten………….

Fotos: Caro Honold / Lissy Berger

LPO-Änderungen verabschiedet

FN / 07.05.2019 | 12:20 Uhr | Uta Helkenberg FN-Beirat Sport: LPO-Änderungen verabschiedet

Verschiedene Liberalisierungen des Regelwerks beschlossen

Hamburg (fn-press). Flexibler und liberaler – so wünschen sich viele Turnierteilnehmer und -veranstalter den Pferdesport. Unter diesem Motto standen daher auch die Änderungen im Regelwerk, die vom der Beirat Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) bei den FN-Tagungen in Hamburg mit großer Mehrheit beschlossen wurden.

Bislang ein No-Go, künftig aber möglich, sofern die Ausschreibung es erlaubt: der Start „außer Konkurrenz“, also ohne Wertung und ohne Platzierungsmöglichkeiten. Mit dieser Neuerung soll es Reitern mit einer zu hohen Leistungsklasse ermöglicht werden, ein Pferd zu Trainingszwecken in einer niedrigeren Prüfung zu starten. Ein Start „außer Konkurrenz“ ist daher nur in Prüfungen der Klasse E bis L und nicht in startplatzbegrenzten Prüfungen möglich. Die Pferde sind in anschließenden Prüfungen derselben Disziplin auf demselben Turnier nicht startberechtigt. Die Anzahl der zulässigen Starts je Reiter pro Prüfung sowie je Pferd pro Tag gilt inklusive der Starts „außer Konkurrenz“, ferner gelten die üblichen Voraussetzungen, d.h. das Pferd muss fortgeschrieben sein und der Reiter eine gültige Jahresturnierlizenz besitzen. Der Start „außer Konkurrenz“ muss mit der Erklärung der Startbereitschaft angemeldet werden.

Weitere Neuerungen betreffen vor allem Erleichterungen für die Veranstalter. So ist ihnen die Auszahlung von Geldpreisen künftig in allen nationalen Prüfungen freigestellt, nicht nur bis Klasse M sondern einschließlich Klasse S. Ferner dürfen weitere Veranstaltungsgebühren im Zusammenhang mit der Teilnahme an Turnieren erhoben werden, sofern sie in der Ausschreibung transparent aufgeführt und von der zuständigen Landeskommission bzw. der FN genehmigt wurden. „Tierärzte, Sanitätsdienst und andere Dienstleister rund ums Turnier verursachen immer mehr Kosten, die vom Veranstalter nicht allein durch Nenn- und Startgelder zu finanzieren sind. Gleichzeitig wird in jüngster Zeit immer deutlicher, dass die meisten Reiter bereit sind, gute Rahmenbedingungen auch zu honorieren. Im Grunde wird mit der Änderungen das liberalisiert, was an vielen Stellen bereits gängige Praxis ist“, erklärt Fritz Otto-Erley, Leiter der FN-Abteilung Turniersport.

Weiterhin wurde beschlossen, aus der Verpflichtung zur Richterrotation eine „Soll“-Bestimmung zu machen. „Das Thema steht aber unter weiterer Beobachtung und bleibt auf der Tagesordnung“, sagte Otto-Erley.

Siegerehrungen: Dispensregelungen in der LPO ausreichend
Im März sorgte der tödliche Unfall eines Kindes während der Siegerehrung eines Reiterwettbewerbes für große Betroffenheit im Pferdesport. „Dieser tragische Unfall hat uns alle sehr erschüttert“, sagte Otto-Erley. Aufgrund dessen wurden die Regelwerke noch einmal überprüft. Der Beirat Sport kam zu dem Schluss, dass sowohl die Leistungs-Prüfungs-Ordnung ausreichend Möglichkeiten bieten, um eine weitgehende Sicherheit bei Siegerehrungen inklusive der Ehrenrunden gewährleisten zu können. „Dispense waren und sind jederzeit möglich, ebenso wie Siegerehrungen zu Fuß und andere Alternativen, von denen gerade in Wettbewerben häufig Gebrauch gemacht wird“, so Otto-Erley. Für den Bereich breitensportlicher Wettbewerbe unter der Regelung der WBO wurden darüber Handlungsempfehlungen erarbeitet, die in Kürze veröffentlicht werden.