Herpes-Impfpflicht für Turnierpferde kommt 2023

Fulda (fn-press/07.07.2021). Bei den Jahrestagungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) tagen vor der Mitgliederversammlung regelmäßig auch die Beiräte der Bereiche Sport, Zucht und Persönliche Mitglieder. Eines der zentralen Themen im Beirat Sport war die Einführung einer Herpes-Impfpflicht für Turnierpferde. Der Beirat Sport hat diese zum 1. Januar 2023 beschlossen.

In Folge des Herpesvirus-Ausbruchs bei einem internationalen Turnier in Valencia waren im Frühjahr 2021 insgesamt 18 Pferde aus verschiedenen Nationen gestorben. Rufe nach der Einführung einer Impfpflicht gegen das Equine Herpesvirus 1 (EHV-1) wurden laut. Der Beirat Sport diskutierte die Vor- und Nachteile einer Impfpflicht. Die Argumente legte FN-Veterinärin Dr. Enrica Zumnorde-Mertens dar:

Das Hauptziel der Impfung ist es, die Virusausscheidung in einem Bestand zu senken. Die Impfung kann jedoch nicht das einzelne Pferd vor einer Infektion und Erkrankung schützen. Sie ist auch weniger effektiv, wenn geimpfte und ungeimpfte Pferde zusammen gehalten werden. Sie ist aber dann besonders sinnvoll, wenn alle Pferde in einem Bestand geimpft sind, denn dadurch sinkt die Menge der ausgeschiedenen Viren, da geimpfte Pferde weniger Viren ausscheiden. Wenn weniger Viren kursieren, sinkt das Risiko der Krankheitsübertragung. Bei jeder Impfung besteht natürlich das Risiko einer Impfnebenwirkung. Dennoch überwiegen mehrheitlich die Vorteile der Impfung gegen EHV-1.

Komplette Meldung der FN unter https://www.pferd-aktuell.de/news/aktuelle-meldungen/sport/beirat-sport-herpes-impfpflicht-fuer-turnierpferde-kommt-2023

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