Maxi und der ungebetene Besucher

Wie lange und wie oft schläft eigentlich ein Pferd? Anders als lange Zeit angenommen, können Pferde im Stehen nicht nur dösen, sondern tatsächlich – und zwar vorwiegend – Tiefschlaf halten. Dabei entspannt das Pferd auch seine Muskulatur. Möglich wird dies durch eine besondere körperliche Eigenschaft, die sogenannten „Spannsägenkonstruktion“ der Hinterhand: Hierbei wird die Kniescheibe (Patella) auf dem „Rollkamm“ des Oberschenkelbeins quasi aufgehängt und so festgesetzt, dass ein Stehen fast ohne Muskelanspannung möglich ist.
Pferde durchlaufen pro Nacht im Durchschnitt drei bis vier Schlafperioden, mit einer Gesamtdauer von knapp fünf Stunden in unterschiedlichen Schlafstadien. Im Herdenverband legen sich Pferde nur dann zum Schlafen nieder, wenn sie sich sicher fühlen. Ein Pferd, das sich in seiner Umgebung unsicher fühlt, legt sich nur kurz oder gar nicht ab. (aus dem Pferdemagazin PFERDEREVUE).

Über den kleinen schwarzen Hengst namens MAXIMUS haben wir im Frühjahr bereits einmal berichtet. Maxi fühlt sich offensichtlich sehr sicher und legt sich nächtens in seiner Box auch zur Ruhe. Dank moderner Überwachungstechnik wissen wir jetzt, dass zu nachtschlafener Zeit Vulpes vulpes (der Rotfuchs) im Reitstall unterwegs ist, natürlich auf der Suche nach Gänsen, Hühnern und Mäusen. In einer Septembernacht genau um 2 Uhr 39 Min 15 Sec warf Reineke einen prüfenden Blick auf den schlafenden Maxi und zog unverrichteter Dinge davon. Irgendwann hat er wohl begriffen, dass es sich um einen Pferdestall handelt und mit verwertbarer Beute nicht zu rechnen ist.

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